Jahresabschlussveranstaltung vom Stützpunkt Berlin

Die Mitglieder des Stützpunktes Berlin trafen sich zum Jahresabschluss im Ratskeller
des wunderschönen historischen Gebäudes, dem "Rathaus von Köpenick",
in einer Kleinstadtidylle rund um den Müggelsee.
Hauptsehenswürdigkeit der historischen Altstadt ist das Rathaus von Köpenick,
ein im Stil der Märkischen Backsteingotik errichteter Bau.
Berühmtheit erlangte das Rathaus von Köpenick 1906, als es zum Schauplatz
einer preußischen Posse wurde, die den Untertanen Geist und blinden Gehorsam
der Beamten offenbarte. Der arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt hatte sich bei
verschiedenen Trödlern die Uniform eines Hauptmanns zusammengestellt.
In dieser Verkleidung hielt er am 16. Oktober 1906 Einzug im Rathaus vom Köpenick.
Dort verhaftete er den Bürgermeister Georg Langerhans und den Kassenrendanten
von Wiltberg wegen angeblich "unregelmäßiger Abrechnung bei Kanalarbeiten".
Die Stadtkasse mit 4002 Mark und 37 Pfennigen (wobei 1,67 Mark zu Sollbestand
des Kassenbuches fehlten) beschlagnahmte er gegen Quittung. Zehn Tage später
wurde er verhaftet und vom Landgericht "wegen unbefugten Tragens einer Uniform,
Vergehens gegen die Öffentliche Ordnung, Freiheitsberaubung, Betruges und
schwerer Urkundenfälschung" zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Jedoch im
Theaterstück "Der Hauptmann von Köpenick" ist er als Firgur im Repertoire der
Berliner Typen sehr gerühmt. In den Kellergewölben des historischen Gebäudes
genossen wir die urige Atmosphäre bei Bier und Wein und einem vorzüglichem Menü.
"God Jul" (Frohe Weihnachten) war der eigentliche Mittelpunkt dieses Abends.
Nach dem gemeinsamen Essen wurde Julklapp – Päckchen nicht nach dem Brauch
aus den Verstecken geholt, sondern durch das Glückslos gegen ein kleines Pfand
in Form eines schönen Weichnachtsgedichtes, Liedes oder Spruchs einzeln an
die Gäste verteilt. Keiner durfte sein Päckchen auspacken, ohne einen Vers oder
Gedicht vorzutragen. So sorgte mancher Reim für ausgelassenes Gelächter.
Auch ein Unterhaltungsspiel der besonderen Art sollte zeigen, wie man eine
Kerze durch enormen Körpereinsatz "ausmachen" kann, das Zwerchfell der
Zuschauer wurde auch hierbei strapaziert.

Ein besonderes Dankeschön den Organisatoren des Stützpunktes Berlin
für den gelungenen Abend zum Jahresabschluss.



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